Wohnen Unsere kleine Traumfabrik

Hanna und Jacob Bruce kaufen eine kleine Leinenfabrik mitten im schwedischen Wald.

Unsere kleine Traumfabrik

Blütenduft weht durchs Fenster und vermischt sich mit dem Aroma des Kaffees, den Hanna gekocht hat. Sonnenstrahlen glitzern, Vögel zwitschern. Es war an einem strahlenden Tag wie diesem vor 13 Jahren, als Hanna und Jacob mit Baby Alfons ihren dritten Hochzeitstag in einem noblen Restaurant am schwedischen Siljansee feierten. Eine kleine Auszeit vom Stockholmer Alltag. Doch während des Essens hielt die damals 29-Jährige inne. Den älteren Herrn, der da gerade seine Frau zu einem Tisch führte, kannte sie. Er besaß das, was Hanna seit Langem heimlich begehrte: eine kleine Leinenfabrik im 150 Kilometer entfernten Dörfchen Växbo. „Dass Rolf dort auftauchte, war ein unglaublicher Zufall, ja, ein Zeichen“, lacht sie.


EIN WUNSCH MIT LANGER GESCHICHTE
Eine Fabrik auf der Wunschliste fürs Leben – was für die meisten Menschen abwegig klingt, ist für Hanna nur logisch: Jede Sommerferien setzten ihre Eltern sie in Stockholm in den Bus Richtung Norden. Nach gut drei Stunden Fahrt durch endlose Nadel- und Birkenwälder erreichte der Bus Rengsjö, das Nachbardorf von Växbo. Dort besaßen Hannas Großeltern eine kleine Möbelproduktion. Schon damals liebte sie es, zwischen den Maschinen herumzustromern: „Es ist herrlich, wenn es lärmt und rasselt und dabei etwas Schönes herauskommt!“ Auch die Liebe zum Leinen hat ihr die Oma mitgegeben: „Sie hat ihn selbst angebaut, und hat daraus am Webstuhl wunderbare Sachen gemacht.“ Hanna streicht zärtlich über den karierten Leinenläufer, der den großen Tisch in ihrem Esszimmer ziert.